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Die Schwangerschaft wollte ich zuerst nicht wahrhaben

 – aus Angst, mit zwei Kindern alleine dazustehen, ohne Eltern, Mann und Unterstützung. Ich hatte schon ein Kind und mein Mann wollte kein zweites. Ich habe Panik bekommen.

Zu Hause entbinden und mein Kind in die Babyklappe zu legen kam für mich nicht in Frage. Wenn es Komplikationen gibt, sollte jemand für das Kind da sein. Ich rief mehrmals bei einer Beratungsstelle an. Die Beraterin erklärte mir, wie eine anonyme Geburt abläuft. Sie hat mir viel Mut gemacht. Nach der Geburt wurde das Neugeborene in einer Pflegefamilie untergebracht. Die erste Zeit ging es mir überhaupt nicht gut, ich habe einfach nur funktioniert. Ich besuchte meine Tochter so oft ich konnte und musste viel weinen. Ich wollte sie gar nicht mehr loslassen. 

Einige Monate nach der Geburt konnte ich es nicht mehr aushalten und habe es meinem Mann gesagt. Er war schockiert, aber wir fuhren gemeinsam zu den Pflegeltern, um die Kleine zu besuchen. Dann haben wir uns entschieden, sie zu uns zu nehmen. Ich war froh, dass diese ganze Geheimhaltung endlich vorbei war, auch wenn es mit meinem Mann und der Familie manchmal schwierig war. 

Den Pflegeeltern, der Beraterin und den Leuten in der Klinik bin ich sehr dankbar. Dafür, dass fremde Menschen für mich da waren und gesagt haben, du schaffst das! Wir kriegen das hin. Egal, wofür du dich entscheidest, wir stehen hinter dir. Dass man so viel Anerkennung bekommt, ermutigt und respektiert wird, obwohl man nicht weiß, ob man das Richtige oder Falsche tut. Dass einem angeboten wird, wir sind für dich da.