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Schwanger?

Und keiner darf es erfahren?

Wieder schwanger! Ich war 30 und alleinerziehende Mutter zweier Töchter. Dem Vater des Kindes konnte ich in seiner Situation kein Kind zumuten. Er war arbeitslos, bekam Hartz IV. Unsere Beziehung war ein ständiges Auf und Ab. Ein drittes Kind großziehen, die ganze Verantwortung tragen, ihm ein liebevolles Zuhause bieten, notfalls ohne Partner? Dazu habe ich mich außerstande gesehen. Deshalb verheimlichte ich meine Schwangerschaft.

Ich überlegte lange hin und her. Was konnte ich dem Kind in meiner Lage schon geben? Adoption schien mir der einzige Ausweg. Aber gehört ein Kind nicht zur Mutter? Ich machte mir schwere Vorwürfe. Erst kurz vor der Geburt bin ich zum Arzt, und dann zu einer Beratungsstelle. Ich hatte Angst. Doch die Beraterin zeigte Verständnis dafür, dass ich keine Zukunft sah für mich und meine Tochter. Wir überlegten, ob ich sie vorübergehend in eine Pflegefamilie gebe – bis sich meine Situation stabilisiert. Aber das wäre für sie und mich noch belastender gewesen. Ich blieb bei meiner Entscheidung, schweren Herzens. Kurz darauf habe ich die Adoptiveltern kennengelernt. Gemeinsam suchten wir einen Namen aus: Lea. Einen Tag nach der Geburt habe ich Lea den Adoptiveltern übergeben. Die Beraterin war dabei und kümmerte sich um alle bürokratischen Dinge.

Ich spürte, dass dies die richtige Entscheidung war. Lea würde es dort, in einem stabilen Umfeld, gut haben. Oft denke ich an sie. Einmal im Jahr hole ich bei der Adoptionsstelle Fotos und Briefe der Adoptivmutter ab. So habe ich erfahren, dass sie ein fröhliches Kind ist und viel lacht. Ich habe meine Geschichte für sie aufgeschrieben. Falls sie eines Tages wissen möchte, wo sie herkommt.