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Schwanger?

Und keiner darf es erfahren?

Schwanger mit Anfang 20 – ein Schock. Ich war verzweifelt, traute mich nicht, es jemandem zu sagen. Für meinen Freund kamen Kinder überhaupt nicht in Frage. Auch für meine Eltern nicht, ein Kind in ‚wilder Ehe’... Ich suchte im Internet nach Hilfsangeboten – was ich dort über Babyklappen oder Adoption gelesen habe, konnte ich mir aber nicht vorstellen. 

Einige Wochen vor der Geburt rief ich bei einer Beratungsstelle an, weil ich immer größere Angst bekam. Ich musste sehr viel weinen, konnte kaum sprechen. Das erste Mal offen zu reden empfand ich als erleichternd. Bei der Beratung stand ich im Mittelpunkt. Mir selbst sollte es gut gehen, dann würde es auch dem Kind gut gehen. Ich hatte immer das Gefühl, es ist wichtig, was ich denke. Und wie ich es für richtig halte, so wird es auch gemacht. Die Beraterin war immer auf meiner Seite. 

Ich entschied mich, anonym im Krankenhaus zu entbinden. Mein Freund schöpfte aber Verdacht, weil ich so komisch war und schließlich erzählte ich ihm alles. Unsere Tochter holten wir nach einigen Tagen in der Klinik ab – mit der Absicht, sie selber großzuziehen. Später sagte ich es auch meinen Eltern. Sie haben die Kleine von Anfang an geliebt und unterstützen uns sehr. 

Nach der Geburt hatte ich noch längere Zeit Kontakt zu der Beratungsstelle. Wegen der schwierigen Situation vor der Geburt hatten wir ja nicht mal Babysachen. Die bekamen wir von der Beratungsstelle. Wir erhielten auch Hilfe im Umgang mit verschiedenen Behörden. Auch wenn wir zunächst mit der Situation überfordert waren, war die Beraterin immer überzeugt, dass wir es zusammen schaffen können. Und das haben wir auch.